Eine Woche nach zwei Brandtoten in Neufeld/Leitha kam es in der Nachbargemeinde Steinbrunn zu einem weiteren Gebäudebrand, bei dem ein Toter zu beklagen war. In den frühen Morgenstunden des 15. März 2019 wurde die Feuerwehr Steinbrunn gemeinsam mit den Feuerwehren Eisenstadt, Müllendorf und Zillingtal zu einem Wohnhausbrand (B3) alarmiert. Ein durch die Sirene alarmierter Feuerwehrmann, der auf dem Weg zum Feuerwehrhaus bei der Einsatzstelle vorbei kam, versuchte noch vor Eintreffen der Mannschaft den Brand mittels Feuerlöscher einzudämmen. Da sich der Brand jedoch schon auf zwei Zimmer ausgebreitet hatte und diese sich bereits in Vollbrand befanden, gelang es ihm nur bedingt. Zu diesem Zeitpunkt schlugen die Flammen bereits aus dem Fenster. In der verbleibenden Zeit, bis zum Eintreffen der  Kameraden, öffnete er das versperrte Eingangstor und ermöglichte so einen raschen Löschangriff. Ein weiterer Vorteil war, dass der Kamerad, er ist aktiver Zugskommandant, den Einsatzleiter sofort mit wichtigen und vor allem gesicherten Informationen zum Einsatzgeschehen versorgen konnte.

Schon bei der Anfahrt rüstete sich der erste Atemschutztrupp aus und startete mittels Schnellangriffseinrichtung den Innenangriff. Dabei fand der Trupp, in unmittelbarer Nähe der Eingangstür, den ums Leben gekommenen Hausbewohner und brachte diesen ins Freie. Anschließend gelang es dem ATS-Trupp die weiteren Räume zu öffnen, sodass der Brand mit Unterstützung eines weiteren Atemschutztrupps rasch abgelöscht werden konnte. „Brand aus“ konnte gegen 06:30 Uhr, also ca. eine Stunde nach der Alarmierung, gegeben werden.

Parallel zum Innenangriff wurde auch ein Atemschutzsammelplatz aufgebaut. Beim Atemschutzsammelplatz standen weitere vier Trupps zur Verfügung. Diese rekrutierten sich aus den mitalarmierten Wehren. Die verbrauchten Atemschutzflaschen konnten gleich vor Ort beim Körperschutzfahrzeug der STF Eisenstadt gefüllt werden.

Die Wasserversorgung wurde mittels einer B-Zugringerleitung von einem Hydranten, der sich auf der gegenüber liegenden Seite der Landstraße befand, sichergestellt. Durch das Kreuzen der Landstraße kam es im Frühverkehr auch zu Verzögerungen. Nachdem der Großteil des Brandes gelöscht war, wurden mit Unterstützung der Teleskopmastbühne der Stadtfeuerwehr Eisenstadt das Dachgeschoss kontrolliert, teilweise geöffnet und Nachlöscharbeiten durchgeführt. Die Unterstützungsarbeiten für die Brandursachenermittler dauerten noch bis in den Nachmittag hinein an.

Im Einsatz waren:

FF Steinbrunn: RLFA 2000, TLFA 2000, MZF, MTF – 17 Feuerwehrmitglieder

FF Zillingtal: TLF 1000, MTFA mit TSA – 12 Feuerwehrmitglieder

FF Müllendorf: TLF 2000, LFB, MTF – 17 Feuerwehrmitglieder

STF Eisenstadt: TLF 4000, TB 23/12, KSF – 11 Feuerwehrmitglieder

 

Rotes Kreuz (Notarztwagen, Rettungswagen)

Samariterbund (Rettungswagen)

Pressedienst BFKDO-EU

Energie Burgenland

Wasserleitungsverband

Polizei (Polizeistreifen Neufeld und Hornstein)

Tatortermittler Landeskriminalamt (LKA)

Brandursachenermittler LKA und Bundeskriminalamt

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